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Geschichte

Mit dem Projekt „Energiewirtschaftlicher Datenaustausch (EDA)“ wurde, beginnend im Jahr 2012, eine einheitliche Technologie für die Kommunikation der Branchendaten für alle Marktteilnehmer umgesetzt. Die Kommunikation über EDA erfolgt seitdem ausfallsfrei nach dem allgemeinen Kommunikationsprotokoll ebXML und seit Mai 2022 über das Kommunikationsprotokoll AS4. EDA unterstützt alle Marktteilnehmer unabhängig von ihrer Größe.

Nachfolgende befindet sich ein Zeitstrahl über die bisherigen Einführungen von Prozessen:

Geschichte des energie­wirtschaftlichen Datenaustausches

2025
Die Einführung des neuen EDA Portals erfolgt im Jänner. Das alte Anwenderportal ist somit abgelöst. Zusätzlich werden die Martkprozesse des Engpassmanagements seit 2025 über die EDA Infrastruktur durchgeführt. 

2024
Für Endkunden ist die Mehrfachteilnahme an Energiegemeischaften (EGs) ab April möglich. Endkunden können mit Ihrem Zählpunkt an bis zu fünf EGs (GEA, EEG, BEG) teilnehmen. Innerhalb jeder Energiegemeinschaft kann weiterhin das dynamische oder statische Model verwendet werden. Beim Zählpunkt muss angegeben werden, zu wieviel Prozent (statisch) ein Zählpunkt an welcher EG teilnimmt. Zusätzlich können Netzbetreiber und Lieferanten die Stammdaten von Marktteilnehmern ab April bei der EDA GmbH abfragen. Ein Vorteil für Energiedienstleister sind schnellere Durchlaufzeiten nach Erstkontakt.

2023
Bürgerenergiegemeinschaften (BEGs) können in Österreich geografisch uneingeschränkt energiewirtschaftliche Daten über mehrere Konzessionsgebiete hinweg austauschen. Dafür wird eine „Verteilernetzübergreifende Energiezuweisung (VEZ)“ eingerichtet. Der VEZ fungiert als Dienstleister für die Netzbetreiber. Diese übermitteln dem VEZ die Erzeugungs- und Verbrauchsdaten aus den BEGs. Der VEZ führt die Berechnung der Energiebilanz für eine BEG durch und sendet die Ergebnisse an die Netzbetreiber zurück. Zusätzlich können nun auch Dateien im EDIGAS- (electronic data interchange standard gas) und ESS-Format (entso-e scheduling system) im Bereich Gas übertragen werden. Die SOGL (System Operation Guidelines) und HKN (Herkunftsnachweise) Marktnachrichten werden über die EDA Infrastruktur durchgeführt, um den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen.

© EVN Rumpler
© EVN
© EVN Rumpler

Mission / Vision

EDA 2030 Leitsatz

Zukünftig wird der österreichische Energiemarkt für sämtliche BürgerInnen und TeilnehmerInnen einfach zugänglich sein und unterschiedliche neue Energieservices anbieten. EDA ist eine unabhängige und offene Informations- und Serviceplattform, welche dabei allen Marktteilnehmern einen freien Zugang zum Energiemarkt, eine sichere und effiziente Kommunikation und einen standardisierten Informationsaustausch ermöglicht.

Unsere Vision

Wir nehmen als der gemeinsame Dienstleister aller österreichischer Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber für Gas und Strom eine internationale Vorreiterrolle ein. Alle Teilnehmer am Energiemarkt erhalten in allen Marktrollen Zugang zu den von ihnen benötigten Daten in standardisierter Form. Durch unsere Dienstleistungen unterstützen und ermöglichen wir die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen auf Basis der nationalen und europäischen Rechtsvorschriften.

Unsere Mission

Wir stellen den energiewirtschaftlichen Datenaustausch zuverlässig, sicher und mit hoher Qualität zur Verfügung. Unsere Aufgabe ist die Sicherstellung eines diskriminierungsfreien und dem Stand der Technik, den aktuellen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie den Bestimmungen des Datenschutzes entsprechenden Datenaustausches zwischen allen Teilnehmern am Energiemarkt. Wir stellen zudem einen niederschwelligen Zugang über verschiedene Schnittstellen bereit, damit die für die jeweiligen Geschäftsmodelle notwendigen Daten in standardisierter und leicht zugänglicher Form ausgetauscht werden können. Durch die Weiterentwicklung des Energiemarktes und das Entstehen neuer Marktrollen werden laufend neue Services notwendig. Wir stellen uns diesen geänderten Rahmenbedingungen und sind darauf bestens vorbereitet. Wir veröffentlichen auf transparente Art und Weise alle Informationen, die für den Zugang zum energiewirtschaftlichen Datenaustausch relevant sind.

Team

Ing. Mag. Leo Kammerdiener
Geschäftsführer
DI Walter Zandomeneghi MBA
Geschäftsführer
Mag. Sabine Greinix
Assistenz der Geschäftsführung
Nadine Fugger MSc
Datenanalystin
DI Daniel Kern BSc
Projektmanager
DI Stefan Kienler MBA
Projektmanager
DI Florian Latifi BSc
System Engineer
DI Peter Lechner BSc
Projektmanager
Ing. Bartosz Adam Stankiewicz MSc
Information Security Manager
DI Regina Wimmer
Projektmanagerin

Internationales

INSIEME

INSIEME stellt einen zuverlässigen und sicheren gemeinsamen europäischen Energiedatenraum bereit, um den Übergang Europas zu einem CO2 neutralen Energiesektor zu fördern. Anhand von 12 Anwendungsfällen fördert INSIEME dekarbonisierte und dezentralisierte Märkte und Systeme, die einen breiteren Zugang zu Daten, die Befähigung der Verbraucher, die Integration erneuerbarer Energien und die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle in den Bereichen Energiemanagement, Mobilität und Industrie ermöglichen. INSIEME wird die Energiesicherheit und -resilienz erhöhen, den Einsatz innovativer Technologien vorantreiben und die Elektrifizierung sowie die Entwicklung einer intelligenten Energieinfrastruktur unterstützen.

INSIEME vereint 54 prominente europäische Konsortialpartner, darunter Betreiber und Initiativen von Datenräumen, EU- und nationale Branchenverbände, Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, Hardware- und IT-Anbieter, Betreiber lokaler Flexibilitätsmärkte, Energiegemeinschaftsplattformen und Energiemanagementplattformen, Joint Ventures für Dateninfrastrukturen sowie Forschung und Wissenschaft.

INSIEME wird durch das Programm Digitales Europa der Europäischen Union kofinanziert. Weitere Informationen finden Sie auf LinkedIn und insieme.energy.

EDDIE

Das „Clean Energy Package“ legt das Recht der Kunden fest, auf Energiedaten zuzugreifen und diese mit ausgewählten berechtigten Parteien zu teilen, was die Entwicklung neuer datengesteuerter Dienstleistungen innerhalb und außerhalb des Energiesektors fördert. Der Mangel an standardisierten Verfahren in der EU stellt jedoch ein erhebliches Hindernis für die Umsetzung solcher Lösungen dar. Derzeit halten sich die Akteure an nationale Praktiken, was die Interoperabilität behindert und die Wachstumsmöglichkeiten einschränkt. Diese Herausforderungen haben weitreichende Auswirkungen auf industrieller, wirtschaftlicher und sozialer Ebene in Europa und darüber hinaus.

Um diese Probleme anzugehen, führt EDDIE einen dezentralisierten, verteilten, open-source Data Space ein, der mit den Bemühungen der EU Smart Grids Task Force zur Umsetzung von Interoperabilitätsgesetzen und anderen europäischen Initiativen übereinstimmt. Die European Distributed Data Infrastructure for Energy (EDDIE) senkt die Kosten für die Datenintegration erheblich und ermöglicht es Energiedienstleistungsunternehmen, nahtlos in einem einheitlichen europäischen Markt zu operieren und zu konkurrieren. Darüber hinaus gewährleistet ein Administrative Interface für In-house Data Access (AIIDA) einen sicheren und zuverlässigen Zugang zu wertvollen Echtzeitdaten auf der Grundlage der Zustimmung der Kunden.

Dieses Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe Innovation Actions unter der Zuschussvereinbarung Nr. 101069510 kofinanziert.
Weitere Informationen finden Sie auf LinkedIn und eddie.energy